Donnerstag, 11. Juli 2013

Coming Out

Häkeln und Stricken müssen ein offenbar furchtbares Image haben. Ich vermutete vor meinem Blog und meiner Unternehmensgründung eigentlich, dass diese Fertigkeiten schon fast ausgestorben waren.

Aber nein!

Viele Frauen (und wahrscheinlich auch ein paar Quoten-Männer) haben wohl die ganze Zeit im Untergrund weitergesträkelt! Heimlich wurde hier ein Paar Socken, dort ein Babydeckchen, für die Freundin ein Babymützchen und doch hier und da mal ein Topflappen hergestellt und still und leise in den täglichen Gebrauch integriert. Ohne das Frauentypische: Schau mal, ich hab mir etwas Neues geleistet. Ganz, ganz leise... verschämt und nur für einen selbst.

Aber gerade erlebe ich immer öfter Coming-Outs. Offensichtlich haben wir Sträklerinnen die ganzen Jahre ganz umsonst verschwiegen, was wir zu Hause "zum Abschalten", "weil es so schön entspannt" oder "weil es das in meiner Farbe nicht gab" gezaubert haben. Durch meinen Blog bekommen ich von immer mehr Freundinnen die Rückmeldung: Du, das mache ich auch! oder: Mensch! Früher hab ich das dauernd gemacht; ich fang auch wieder an!

Schöööööön! Kommt alle und macht mit!
Wir häkeln uns die Welt widde-widde-wie sie uns gefällt!


Gerade gab es wieder einen Anruf. Inzwischen die vierte "alte" Freundin, die sich outete und mit der ich niemals über unsere gemeinsame Handarbeitslust gesprochen hatte.

Nun ist das nächste nette Häkel-Kaffeechen auf der Terrasse mit Kinderunterhaltung ist gesichert. Ich freu mich!

Kommentare:

  1. *lach* Wir sollten öfters darüber reden, was wir tun. Ich mach das inzwischen ohne Scham und bin erstaunt darüber wie viele "Undergroundhandarbeiterinnen" es gibt.
    Lieben Gruss, Gusta

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    1. Recht hast du! Wir müssen uns quasi emanzipieren! ;) GLG Tina

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  2. Nachtrag:
    Heute outete sich Nummer fünf! =)
    Ich freu mich!

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