Sonntag, 18. August 2013

Häkeltipp Nr. 7 B - Die festere Variante

Vorweg: Nein! Ihr habt kein Dejávu, die Bilder gleichen sich sehr, da dieser Reihenbeginn nur minimal unterschiedlich zum letzten ist. Viele kennen auch diese Variante. Hier beschreibe ich euch aber kurz, welche Vor- und Nachteile dieser gegenüber seinem Vorgänger hat:




Der wirklich kleine Unterschied zu A besteht darin, anstelle von drei Luftmaschen zu Beginn, die der eigentlichen Maschenhöhe eines Stäbchens entsprechen, nur zwei Luftmaschen zu machen. 

Man verkürzt also bewusst die Seiten der Häkelei. Dadurch verliert das ganze Gewebe an Elastizität und kann weniger nachgeben. Diese Häkelart bietet sich an, wenn ein formstabiler Rand bei kleineren Arbeiten gebraucht wird, z. B. bei flach liegenden Deckchen, bei Topflappen oder Ähnlichem. 

Positiv an diesem Rand ist die Festigkeit. Zudem sieht man den kleinen Abstand zwischen Reihenbeginn und folgenden Maschen geringer. Außerdem ist dieser etwas festere Effekt sehr einfach mit minimalem Aufwand erzielbar... ihr werdet sehen, was ich meine, wenn ich die nächste Variation übt. ;) 

Negativ kann man aber auch genau diese Festigkeit werten. Die Häkelei verliert ihre natürliche Dehnbarkeit - eigentlich ja ein so schöner Vorteil des Ganzen. Wenn das Reiheninnere arg lockerer als der Rand ausfällt, kann es sogar ausbeulen. Bei Dingen, die Belastung ausgesetzt werden (z.B. einem Taschengurt), verlagert sich die gesamte Belastung in die Seiten der Arbeit, was das Gewebe sehr strapaziert und schneller reißen lässt. Man sollte also genau überlegen, ob diese Variante geeignet ist. Entscheidet man für ja, ist der positive optische Effekt die einfachste Möglichkeit um einen schönen glatten Rand zu erhalten. 

Übrigens: Diese Variation eignet sich für sehr locker häkelnde Sträklerinnen weit mehr als für jene, die sowieso schon sehr feste arbeiten.

Anleitung




Beschreibung ab Reihenende:
1. Wenden, 2 LM;
2. Umschlag und Einstich in die 2. Masche;
3. Reihe normal fortsetzten;




4. Die letzte M wird in die 2. LM (die oberste) der Vorreihe eingestochen. Auch hier bitte beachten, dass man wirklich in die Mitte der 2. LM einsticht und nicht die ganze Masche auf die Nadel nimmt. In diesem Fall ist es noch wichtiger als bei A, da der Rand sonst noch weiter verkürzt würde und das definitiv dazu führen würde, dass sich das Gewebe beult.

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